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Vor dem Körberkreuz steht ein Mann, der zum Himmel aufschaut und die Milchstraße bewundert.

Stargazing.

Greifen Sie mit uns nach den Sternen!

Stille. Ein kaum wahrnehmbares Grillenzirpen. Klare Luft. Dunkelheit.
Hoch über dieser friedlichen Naturszene entfaltet sich das überwältigende Funkeln des Sternenhimmels. Immer wieder zieht eine Sternschnuppe ihre leuchtende Spur über das Firmament.

Die Simmelkapelle steht in stiller Nacht, über ihr spannt sich die leuchtende Milchstraße.

Seit Menschengedenken fasziniert uns der Sternenhimmel. Immer wieder richten wir den Blick nach oben, staunen über die unendliche Weite des Universums und fragen uns, welche Geheimnisse sich dort draußen verbergen. Manchmal genügt es, am Abend nach draußen zu gehen, Platz zu nehmen und den Blick schweifen zu lassen. Die scheinbar grenzenlose Weite des Universums wirkt beinahe surreal – sie verzaubert und begeistert gleichermaßen.

Ein ungestörter Blick auf die Sterne, die Milchstraße und die volle Pracht unserer Galaxie ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Geringe Lichtverschmutzung macht dieses Naturerlebnis zu etwas Besonderem – beinahe zu einem Privileg.

In Warth-Schröcken sind die Voraussetzungen dafür ideal: Dank der geringen Lichtverschmutzung bieten die Bergdörfer hervorragende Bedingungen für die Sternenbeobachtung. Hier eröffnet sich ein beeindruckender Blick auf Sonne, Mond, Sterne und die Milchstraße. Wo sich die schönsten Beobachtungsplätze befinden, was Sie dort entdecken können und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Über der Bergkette spannt sich die funkelnde Milchstraße.

Perseiden – die schönste Sternschnuppennacht des Jahres.

Die Perseiden sind ein jährlich wiederkehrender Meteorstrom. Die kleinen Gesteinspartikel verglühen beim Eintritt in die Erdatmosphäre und erzeugen die bekannten Sternschnuppen. Sie zählen zu den eindrucksvollsten Meteorströmen, die in unseren Breiten beobachtet werden können. Ihren Namen verdanken sie dem Sternbild Perseus, aus dessen Richtung die Sternschnuppen scheinbar kommen.

Wann?
Die Perseiden sind jedes Jahr von Mitte Juli bis Ende August am Nachthimmel zu beobachten. Ihren Höhepunkt erreichen sie rund um den 12. August, wenn besonders viele Sternschnuppen zu sehen sind. Die besten Beobachtungsbedingungen herrschen zwischen 21:00 und 06:00 Uhr mit Blick in Richtung Nordosten.

Eine Karte, die das Ausmaß der Lichtverschmutzung zeigt.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Bereits ab etwa 900 bis 1.000 Höhenmetern ist die Luft deutlich klarer. Grundsätzlich lässt sich der Sternenhimmel daher in Warth-Schröcken nahezu überall hervorragend beobachten – besonders an dunklen Plätzen ohne künstliche Beleuchtung. Innerhalb der Ortschaften kann die Straßenbeleuchtung den Blick auf den Nachthimmel jedoch etwas beeinträchtigen. Wer besonders dunkle Beobachtungsbedingungen sucht, findet am Hochtannbergpass ideale Voraussetzungen. Der Pass ist bequem mit dem Auto erreichbar.

Hochtannbergpass – Simmel.
Wer den kurzen Aufstieg auf den Simmel unternimmt, wird mit einem beeindruckenden Blick auf den Sternenhimmel belohnt.

Kalbelesee Richtung Körbersee.
Entlang des Weges in Richtung Körbersee, etwas abseits der Straße, finden sich zahlreiche ruhige Plätze, die sich hervorragend zum Sternebeobachten eignen.

Bürstegg.
Die geringste Lichtverschmutzung bietet Bürstegg. Wer eine nächtliche Wanderung nicht scheut, findet hier einen der besten Orte der Region für ungestörte Sternenbeobachtungen.

Auch die Webseite www.lightpollutionmap.info oder Apps wie Dark Sky Finder können dabei helfen, besonders dunkle Beobachtungsorte zu finden.
Vor dem Körberkreuz erhebt sich am Nachthimmel die Milchstraße.

Unsere Tipps & Tricks zum Sterneschauen.

  • Lichtquellen vermeiden: Je dunkler die Umgebung, desto mehr Sterne werden sichtbar. Gerade zu Beginn kann die Vielzahl der Sterne jedoch überwältigend sein. Deshalb kann es hilfreich sein, den Nachthimmel zunächst bei etwas hellerem Mondlicht oder an leicht beleuchteten Orten kennenzulernen und erste Sternbilder zu entdecken.
  • Neumond nutzen: Rund um den Neumond ist der Himmel am dunkelsten und die Milchstraße besonders eindrucksvoll zu sehen.
  • Wetter beobachten: Wolken, Dunst oder Nebel können die Sicht auf den Sternenhimmel deutlich einschränken.
  • Orientierungshilfen verwenden: Himmelskarten, Sternbilder sowie Apps wie „Stellarium“ oder „SkyView“ erleichtern die Orientierung. Auch der Polarstern ist ein hilfreicher Bezugspunkt.
  • Eine Stirnlampe mitnehmen: Sie sorgt für einen sicheren Weg zum Beobachtungsplatz und erleichtert das Lesen der Sternenkarte. Verwenden Sie das Licht jedoch möglichst sparsam, da sich die Augen nach jeder Beleuchtung erst wieder an die Dunkelheit gewöhnen müssen.
  • Gut vorbereitet sein: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit und bringen Sie Geduld mit. Eine Decke oder ein Liegestuhl, warme Kleidung sowie etwas Verpflegung sorgen für ein entspanntes Beobachtungserlebnis.
  • Mehr entdecken: Mit einem Fernglas lassen sich bereits zahlreiche Himmelsobjekte erkennen. Wer noch tiefer in die Welt der Astronomie eintauchen möchte, sollte ein Teleskop mitbringen.

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